Dienstag, 18. März 2014

Rezension: Die Frau, die nie fror



Titel: Die Frau, die nie fror

 

AutorIn: Elisabeth Elo

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3550080387

ISBN-13: 978-3550080388

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Pirio Kasparov fährt aus einem Alptraum hoch. Wieder schwimmt sie weit draußen vor der Küste Maines im Wasser. Wieder ist es kalt und dunkel. Wieder überlebt sie, und ihr Freund Ned wird nicht gefunden. Auch von seinem Fischerboot fehlt jede Spur. Und dann spürt sie wieder die Hand seines kleinen Sohnes Noah in ihrer, der nicht weint, weil er stark sein will. Pirio schwört sich herauszufinden, wer das getan hat. Wer hat den Frachter auf Kollisionskurs mit ihnen gebracht? Wer war der rätselhafte Mann auf Neds Beerdigung? Sie wird ihn finden. Für Noah. Für sich. Doch eine Frage beunruhigt sie: Warum? Wer war Ned wirklich? Und Pirio folgt Neds Gegnern von Sibirien über Nordkanada bis in die Baffin Bay in Alaska.  

 

Meine Meinung: 

Schon die Aufmachung des Buches gefällt mir super gut. Das ganze Buch sieht glitzernd weiß aus, als ob es mit leichtem Frost überzogen ist, was ich total schön finde. Die Frau auf dem Bild stelle ich mir als Pirio Kasparov vor, die in diesem Buch die Protagonistin ist. Von der Autorin selber hatte ich bis dato noch nichts gehört, aber ich muss sagen, dass mir ihr gut verständlicher, aber nicht zu simpler Schreibstil auch sehr gut gefällt. Ihre Beschreibungen sind detailliert und bildhaft und sie schafft es toll auch die Emotionen der Charaktere, insbesondere der Protagonistin rüberzubringen. Pirio ist eine sehr selbstbewußte Frau, die manchmal wirkt, als ob sie alles alleine schafft, aber durch den kleinen Sohn ihres Freundes Ned, der unter dem Tod seines Vaters leidet, merkt man bei Pirio auch viel Liebe, ein großes Herz und den Willen Menschen, die ihr wichtig sind zu beschützen. Sie leidet sehr unter dem Tod ihres guten Freundes Ned, und sie fragt sich ob es wirklich ein Unfall war, oder ein geplanter Schiffsunfall, der keine Überlebenden haben sollte. Die Protagonistin selber hat nur durch die faszinierende Tatsache überlebt, dass ihr Körper eine Besonderheit aufweisst, die sie vor dem Tod durch Unterkühlung geschützt hat. 

 

In diesem Buch passiert sehr viel und es geschieht auch manches nebeneinander, sodass ich mich echt konzentrieren musste und auch nicht so schnell vorangekommen bin. Die Geschichte ist selber super spannend und es dreht sich im Groben um das Thema illegaler Fischfang und die Tötung von ganzen Walgattungen. Das Thema Walfang ist in diesem Buch so drastisch, wie leider auch realistisch beschrieben. Ihre Protagonistin lässt Elisabeth Elo in die dunklen Machenschaften der Walfänger eintauchen und zeigt auch was für eine Maschinerie dahinter steht. 

 

Das Privatleben von Pirio lernt man als Leser aber ebenfalls gut kennen. Da gibt es zum Beispiel ihre Freundin Thomasina, die Mutter des kleinen Noah, die ihm durch ihre Alkoholabhängigkeit leider gar keine Stütze nach dem Tod seines Vaters  ist, sondern eher umgekehrt. Und man blickt hinter die Kulissen von Pirios Familie. Ihr Vater ist Milosa, und zu ihm hat sie ein zwiegespaltenes Verhältnis, was ihre Liebe schwieriger macht, aber ihr am Ende keinen Abbruch tut. Milosa hat nocheinmal geheiratet, aber zu ihrer Stiefmutter hat Pirio eigentlich kein wirkliches Verhältnis außer, dass sie zusammen im Firmenimperium arbeiten. 

 

Dieses Buch bietet dem Leser eine Vielseitigkeit, die es nicht langweilig werden lässt. Eine wirklich schöne Lektüre. 

 

 

Kommentare:

  1. Hallo Petra
    Das Buch habe ich auch schon auf meiner Wunschliste.
    Danke für die tolle Rezi
    Liebe Grüsse Manuela

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    1. Gern geschehen:-) Bin dann ja schonmal gespannt wie es dir dann gefallen wird. Liebste Grüße Petra

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